Vaultonaut

So berechnet Vaultonaut deine Erträge

Vaultonaut zeigt keine Zahlen, die es von einem Protokoll übernimmt und hübsch macht. Der Ertrag deiner Position wird aus deiner eigenen Transaktionshistorie neu berechnet. Diese Seite beschreibt, wie — genau genug, dass du eine angezeigte Zahl selbst nachrechnen könntest, und offen genug, dass du siehst, wo die Daten es nicht hergeben.

Was berechnet wird

Für eine öffentliche Wallet-Adresse rekonstruiert Vaultonaut je Vault:

  • die offene Position — gehaltene Anteile und der Gegenwert in der Einheit des Vaults,
  • den bisherigen Ertrag dieser Position, in der Einheit des Vaults und in Währung,
  • die Rendite je Vault auf das Eingezahlte sowie die realisierte APY über die Zeit,
  • den Verlauf: Wert, Netto-Einzahlung und Ertrag je Tag,
  • Merkl-Kampagnen-Rewards, je Token und je Vault, getrennt geführt.

Der Netto-APY eines Vaults wird nicht berechnet, sondern vom jeweiligen Protokoll übernommen — dazu weiter unten der eigene Abschnitt.

Datenquellen

Ausgewertet werden drei Vault-Protokolle, Morphos Lending-Märkte und eine Reward-Quelle. Vaultonaut ist mit keinem von ihnen verbunden und wird von keinem beauftragt oder unterstützt.

  • Morpho — Vault V1 und V2, über die GraphQL-API von Morpho: Vaultliste, Kennzahlen, Anteilspreis-Historie und das Transaktionsprotokoll einer Adresse.
  • Accountable — Kredit- und RWA-Vaults, über deren eigene API. Positionen, Bewegungen und Anteilspreise stammen dort ausschließlich aus dieser API.
  • Yuzu — gehebelte ERC-4626-Vaults. Vaultliste und Tages-APY über Yuzus API; das Transaktionsprotokoll wird zusätzlich direkt von der Chain gelesen, in Blockfenstern über die Ereignisse des Vault-Vertrags.
  • Ember — Vaults externer Manager, über Embers eigene API: Vaultliste, APY, TVL und Anteilspreis-Historie. Erfasst sind die Deployments auf Ethereum, Base und Pharos; Embers Sui-Vaults nicht, weil eine Wallet hier eine EVM-Adresse ist. Für Wallets liefert Embers API nichts, deshalb kommt der Bestand direkt vom Vertrag und das Transaktionsprotokoll aus den Ereignissen der Vaults, gelesen über Routescan (Ethereum) und Blockscout (Base) — je Vault, nicht je Wallet. Für Pharos gibt es keinen solchen Index: dort ist der Bestand bekannt, der Ertrag wird aber zurückgehalten statt geschätzt.
  • Merkl — Kampagnen-Rewards: verdient, abgeholt, abholbar und ausstehend, je Token.
  • Ein Ethereum-RPC-Endpunkt — für Bestände, die sich direkt on-chain prüfen lassen (siehe unten), und für den Log-Scan bei Yuzu; dazu die öffentlichen Knoten von Base und Pharos für Bestände bei Ember.
  • Wechselkurse: für die Anzeige in Euro ein aktueller Tageskurs; für den Steuerreport der EZB-Referenzkurs des jeweiligen Stichtags, weil ein im März zugeflossener Betrag mit dem Kurs vom März umzurechnen ist und nicht mit dem von heute.

Ein Unterschied, der auf den Seiten auch ausgewiesen wird: Morpho-, Yuzu- und Ember-Vaults sind ERC-4626, ihre Bestände lassen sich also unabhängig von der API direkt am Vertrag nachrechnen. Accountables Verträge sind das nicht — dort ruhen die Zahlen allein auf deren API, und die betreffenden Seiten sagen das, statt eine Gegenprobe zu suggerieren, die nie stattgefunden hat.

Fällt ein Protokoll aus, wird der Rest weiterhin angezeigt und die Lücke benannt. Nur wenn keine einzige Quelle antwortet, zeigt die Seite einen Fehler statt einer stillschweigend zu kleinen Summe.

Ein- und Auszahlungen

Grundlage ist das Transaktionsprotokoll der Adresse, nach Zeit und Position im Block sortiert. Eine Einzahlung erhöht das Eingezahlte, eine Auszahlung das Abgezogene — beides in der Einheit des Vaults, als ganzzahlige Beträge in der Genauigkeit des Tokens. Es wird an dieser Stelle nichts über Kurse gerechnet, damit sich kein Rundungsfehler über die Historie aufsummiert.

Ein Sonderfall sind Anteile, die per Transfer ankommen oder gehen. Ein Transfer nennt keinen Betrag in der Einheit des Vaults, nur Anteile. Sein Wert wird deshalb aus dem Anteilspreis zum Zeitpunkt des Transfers gebildet: eingehende Anteile zählen als Einzahlung zu ihrem Wert bei Ankunft, ausgehende als Auszahlung zu ihrem Wert beim Abgang. Diese Position wird gekennzeichnet — die Zahl ist brauchbar, sie beruht aber auf einem abgeleiteten und nicht auf einem gezahlten Preis.

Anteilspreis

Ein Vault-Anteil ist ein Anspruch auf einen wachsenden Topf. Die Chain verbucht nie „heute 12 $ verdient“ — es steigt lediglich der Preis je Anteil. Für die Historie führt Vaultonaut deshalb je Vault eine Tagesreihe dieses Preises mit. Misst eine Quelle stündlich, gilt der letzte Wert des Tages — der Preis, mit dem der Tag geschlossen hat. Der erste wäre der Schlusskurs des Vortags und die ganze Reihe damit einen Tag zu spät.

Gebraucht wird ein Preis zu beliebigen Sekunden, vorhanden ist er je Tag. Verwendet wird immer der Punkt am oder vor dem gesuchten Zeitpunkt, nie ein späterer: ein Transfer wird mit dem Preis bewertet, der galt, als er geschah. Ein späterer Preis würde Wissen in die Kostenbasis tragen, das damals niemand hatte.

Aus dem gleichen Grund wird der Verlauf mit historischen Kursen bewertet. Den Ertrag des letzten Jahres zum heutigen Kurs auszuweisen, ergäbe eine Kurve, die etwas anderes behauptet als das, was passiert ist.

Der Ertrag

Weil der Ertrag nirgends verbucht wird, wird er aus dem gebildet, was hinein- und herausgegangen ist:

Ertrag  =  aktueller Bestand
         +  alles jemals Abgezogene
         −  alles jemals Eingezahlte

Alles in der Einheit des Vaults. Diese Gleichung ist exakt und vom Kurs unabhängig — sie gilt für 100 USDC genauso wie für 100 WBTC. Erst danach wird für die Anzeige ein Kurs angelegt.

Die Rendite eines einzelnen Vaults in der Positionstabelle ist der Ertrag im Verhältnis zu allem jemals Eingezahlten, nicht zum aktuellen Bestand. Für das ganze Portfolio taugt dieses Verhältnis nicht: wer Geld mehrfach zwischen Vaults bewegt, zählt jeden Betrag mehrfach als Einzahlung, und die Quote schrumpft gegen null. Die Übersicht zeigt deshalb die realisierte APY — Ertrag je Tag eingesetzten Kapitals, hochgerechnet aufs Jahr, siehe unten.

Für den Verlauf wird dieselbe Rechnung je Tag ausgeführt: Anteile aus dem Protokoll nachgespielt, mit dem Anteilspreis dieses Tages bewertet, die Netto-Einzahlung abgezogen. Der Tagesertrag sind die an diesem Tag hinzugekommenen Token zum Kurs dieses Tages — nicht die Differenz zum Vortag, die jede Kursbewegung auf alles zuvor Verdiente mitbuchen würde. Tage werden auf Mitternacht UTC ausgerichtet. Nur der heutige Tag wird nicht aus der Preisreihe bewertet, sondern aus dem Bestand, den der Vault selbst gerade meldet — sonst endete die Kurve auf dem zuletzt veröffentlichten Preis und läge unter der Zahl, die die Übersicht für denselben Moment nennt.

Gerechnet wird also in UTC, angezeigt wird in Wiener Zeit. Die Quellen führen ihre Tagesreihen in UTC, und dort ist ein Tag immer genau 86 400 Sekunden lang — mitteleuropäische Tage sind das zweimal im Jahr nicht. Für die Anzeige gilt dagegen fest Wiener Zeit, unabhängig davon, wo du die Seite öffnest: ein Datum bedeutet damit für jeden Leser dasselbe, und der Steuerreport steht in der Zeitzone, für deren Steuerrecht er geschrieben ist. An der Tagesgrenze können beide um ein bis zwei Stunden auseinanderfallen.

Netto-APY und realisierte APY

Das sind zwei verschiedene Zahlen, und die Unterscheidung ist der Grund, warum es dieses Werkzeug gibt.

Der Netto-APY ist die Angabe des jeweiligen Protokolls zum Vault, nicht zu dir. Vaultonaut übernimmt sie unverändert. „Netto“ heißt dabei: nach den Gebühren des Vaults und einschließlich der Anreize, die das Protokoll selbst ausweist — die Kennzahl ohne diese Anreize wird daneben als Basis-APY geführt. Sie ist vorwärtsgerichtet und beschreibt, was der Vault gerade abwirft. Über deine Position sagt sie nichts.

Die realisierte APY rechnet Vaultonaut selbst, rückwärts, aus deinem Verlauf:

realisierte APY  =  Ertrag im Zeitfenster
                    ────────────────────────────  ×  365 / Tage
                    Ø Wert im selben Zeitfenster

Einfach hochgerechnet, nicht mit Zinseszins: die Fenster sind kurz (7 oder 30 Tage), und ein verrauschtes Fenster aufzuzinsen bläht die Überschrift stärker auf, als es irgendjemanden informiert. Solange ein Fenster noch nicht voll ist, wird keine Zahl gezeigt — sonst würde ein Ertrag aus zwei Tagen durch ein ganzes Jahr geteilt.

Für die Gesamtzahl zählen nur Tage, an denen überhaupt Kapital im Einsatz war, damit eine halb leer stehende Periode nicht als „nichts verdient“ in den Durchschnitt eingeht. Liegt der durchschnittliche Wert unter einem Cent, wird gar keine Rate ausgewiesen: Auf den Staub einer geschlossenen Position ist jede Prozentzahl arithmetisch einwandfrei und inhaltlich Unsinn.

Warum Rewards getrennt stehen

Merkl-Kampagnen-Rewards werden nie in den Vault-Ertrag eingerechnet. Sie sind etwas anderes, in jeder Hinsicht, die zählt:

  • Sie werden in einem anderen Token ausgezahlt als dem des Vaults.
  • Sie folgen dem Zeitplan der Kampagne, nicht dem Anteilspreis.
  • Sie müssen abgeholt werden. Nicht abgeholt liegen sie außerhalb des Bestands, den der Vault ausweist — und das Abholen geschieht bei Merkl, nicht hier.

Deshalb werden sie je Token und je Vault geführt, aufgeteilt in verdient, abgeholt, abholbar und ausstehend. Sie in eine Ertragssumme zu werfen, hieße einen abgeholten Betrag mit einem versprochenen zu addieren und beides in einer Einheit auszuweisen, in der keines von beiden existiert.

Eine Überschneidung, die man kennen sollte: Der oben beschriebene Netto-APY des Vaults enthält die Anreize, die das Protokoll selbst ausweist. Diese Rate ist eine Prognose des Protokolls; die Reward-Zahlen in Vaultonaut sind gemessene Beträge aus Merkl. Sie beantworten verschiedene Fragen und werden deshalb nirgends miteinander verrechnet.

Wenn die Historie nicht reicht

Die Rechnung oben steht und fällt mit einem vollständigen Transaktionsprotokoll. Ist es unvollständig, gibt es zwei mögliche Antworten — und die falsche wäre, trotzdem eine Zahl zu zeigen. Fehlen die Einzahlungen, weist die Gleichung den gesamten Bestand als Gewinn aus.

Vollständig zurückgehalten wird der Ertrag, wenn:

  • die Wallet Anteile hält, zu denen im Protokoll keine einzige Transaktion steht — der Einstieg liegt außerhalb des gelesenen Fensters;
  • das Protokoll abgeschnitten ist, also frühere Einzahlungen existieren, aber nicht geladen wurden;
  • ein Transfer nicht bewertet werden konnte, weil es für diesen Vault und diesen Zeitpunkt keinen Anteilspreis gibt.

Gekennzeichnet, aber berechnet wird er, wenn Anteile per Transfer kamen oder gingen und bewertet werden konnten. Ein solcher Rückhalt trifft genau die betroffenen Vaults; die übrigen Positionen derselben Wallet werden normal ausgewiesen. Wo eine Summe deshalb unvollständig ist, sagt die Oberfläche das dazu, statt um das Loch herum zu addieren.

Ebenso im Verlauf: Ein Vault, für den es keine Preisreihe gibt, geht nicht in die Kurve ein. Eine erfundene waagrechte Linie wäre eine Form in einem Chart, die es nie gegeben hat.

Das ist die Regel hinter allem auf dieser Seite: Lieber ein leeres Feld mit einer Begründung als eine Zahl, die plausibel aussieht und falsch ist.

Wie oft aktualisiert wird

Jede Art von Daten hat eine eigene Lebensdauer. Innerhalb dieser Zeit wird eine bereits geholte Antwort wiederverwendet, statt die Quelle erneut zu fragen:

  • Positionen — 60 Sekunden.
  • Transaktionen — 2 Minuten.
  • Vaultliste und Vault-Detail, also auch APY und Vaultgröße — 5 Minuten.
  • Anteilspreis-Historie — 15 Minuten.
  • Die Kennzahlen auf der Startseite — 10 Minuten.

Wie aktuell die Daten der Protokolle selbst sind, bestimmen deren Indexer; darauf hat Vaultonaut keinen Einfluss.

Steuerreport: Annahmen und Grenzen

Der Steuerreport ist keine eigene Berechnung, sondern derselbe Transaktionsverlauf, den diese Seite oben beschreibt, angewendet auf ein Steuerjahr: dieselben Ein- und Auszahlungen, derselbe Anteilspreis, dieselbe Lückenbehandlung.

Steuerliche Qualifikation von Vault-Share-Tokens: Bei vielen DeFi-Vaults erhält die einzahlende Person für ihre Einlage einen Vault-Share-Token — bei einem ERC-4626-Vault technisch einen ERC-4626-Share, bei anderen Protokollen einen vergleichbaren ERC-20-Anteilsschein. Dieser Token bildet wirtschaftlich einen Anspruch auf einen Anteil am Vaultvermögen ab.

Die steuerliche Qualifikation eines solchen Share-Tokens ergibt sich nicht allein aus seinem Tokenstandard. Insbesondere bedeutet die technische Ausgestaltung als ERC-20- oder ERC-4626-Token nicht automatisch, dass der Token als Kryptowährung im Sinne des § 27b Abs 4 EStG einzustufen ist — diese Definition setzt unter anderem voraus, dass der Token als Tauschmittel akzeptiert wird. Das österreichische Bundesministerium für Finanzen weist ausdrücklich darauf hin, dass sogenannte Asset-Token, denen reale Werte zugrunde liegen, mangels dieser Eigenschaft nicht unter den Kryptowährungsbegriff des § 27b EStG fallen.

Dieser Report behandelt die verfolgten Vault-Anteile als Kryptowährung im Sinne des § 27b EStG und erfasst den Ertrag laufend: als zugeflossen gilt er an dem Tag, an dem er anfällt. Dahinter steht die Überlegung, dass ein Vault das Eingelegte verleiht und der steigende Anteilspreis genau die Verzinsung ist, die dabei anfällt — die Zinsen sind also bereits erhalten und werden lediglich stehen gelassen. Die spätere Entnahme bewegt dann Vermögen, das bereits erfasst wurde, und ist kein eigener Steuervorgang mehr; sonst würde derselbe Ertrag zweimal auftauchen.

Das ist eine Auslegungsentscheidung, keine Rechtsauskunft. Verbreitet ist auch die gegenteilige Ansicht: ein thesaurierender Anteil sei ein einziges Wirtschaftsgut, dessen Wertzuwachs erst mit der Entnahme realisiert werde — dann wäre ein Jahr ohne Entnahme steuerlich ein Nulljahr. Der Unterschied ist erheblich, und welche Sicht im Einzelfall trägt, gehört mit einer Steuerberatung besprochen. Wer der Realisationssicht folgt, kann diesen Report nicht unverändert verwenden.

Vaultonaut nimmt keine verbindliche steuerrechtliche Einzelqualifikation jedes Vault-Share-Tokens vor — das wäre eine juristische Einschätzung, die von der konkreten Ausgestaltung des jeweiligen Protokolls abhängt und sich nicht am Tokenstandard ablesen lässt. Trifft die Einordnung als Kryptowährung auf einen konkreten Vault-Share-Token nicht zu — etwa weil er eher als Asset-Token oder als sonstiges Wirtschaftsgut zu qualifizieren wäre —, können andere Regeln gelten, insbesondere zu Realisationszeitpunkt und Bewertungsmethode, als die hier dargestellten.

Bewertet wird tageweise, in zwei Schritten: der Anteilspreis des Vaults liefert den Ertrag des Tages in USD, der EZB-Referenzkurs desselben Tages rechnet ihn nach Euro um. Beide Kurse stammen vom Tag des Geschehens, nicht aus einer heutigen Umrechnung — ein im März angefallener Betrag wird mit dem Kurs vom März bewertet. Die Monatszeile im Report ist die Summe ihrer so umgerechneten Tage, nicht der Monatsbetrag zu einem Monatskurs.

Was der Report nicht selbst entscheidet:

  • Ob ein konkreter Vault-Share-Token steuerlich als Kryptowährung, als Asset-Token oder auf andere Weise zu qualifizieren ist — siehe oben.
  • Ob ein Transfer aus dem Vault heraus eine Veräußerung ist oder eine Bewegung zwischen zwei eigenen Wallets. Das Transaktionsprotokoll unterscheidet das nicht. Die Anteile verlassen den Bestand und tragen ab diesem Tag keinen Ertrag mehr bei, aber es wird kein Veräußerungsvorgang daraus.
  • Ob die Person, die die Adresse verfolgt, in Österreich steuerpflichtig ist. Das weiß ein Transaktionsprotokoll nicht.
  • Ob und wie ein Betrag in einer konkreten Steuererklärung anzusetzen ist.

Rekonstruiert wird die Historie einer Wallet: welche Anteile sie wann hielt und was diese Anteile Tag für Tag wert waren. Von Dritten übernommen wird nur der EZB-Referenzkurs — die einzige Zahl im Report, die nicht aus Anteilspreis und Transaktionsprotokoll selbst folgt.

Wo diese Methode schwächer ist als die Realisationssicht, gehört gesagt: Eine Entnahme steht als Betrag onchain und ist nicht verhandelbar. Der laufende Ertrag hat kein solches Ereignis — er wird aus dem veröffentlichten Anteilspreis abgeleitet und erbt dessen Eigenheiten. Meldet ein Vault seinen Preis nur alle paar Tage, erscheint der Ertrag dieser Tage gesammelt am Meldetag; fällt so ein Tag auf den Jahreswechsel, verschiebt sich der Betrag zwischen zwei Steuerjahren.

Gebühren sind eine Ausnahme: Trading- und Auszahlungsgebühren, die die Bemessungsgrundlage erhöhen, trägt die steuerpflichtige Person selbst ein. Sie stehen in keinem Onchain-Log und werden ungeprüft übernommen.

Wo ein Ertrag nicht bewertet werden kann — kein Anteilspreis für den Vault, kein EZB-Kurs für den Tag, abgeschnittenes Protokoll —, bleibt er aus der Summe draußen und der betroffene Vault wird benannt, statt eine plausible Zahl zu schätzen. Das wiegt hier schwerer als bei der Realisationssicht: ein Vault ohne Preisreihe trägt gar keinen Ertrag bei, die Jahressumme ist dann zu niedrig. Siehe „Wenn die Historie nicht reicht“.

Der Report ist eine Aufbereitung von Daten, keine Steuerberatung. Ob und wie ein Betrag in der eigenen Erklärung anzusetzen ist, beurteilt eine Steuerberatung.

Grenzen

  • Erfasst werden Vaults auf Morpho, Accountable, Yuzu und Ember (ohne dessen Sui-Vaults) sowie Merkl-Rewards. Andere DeFi-Positionen — andere Protokolle, LP-Positionen, Staking, gehaltene Token — kommen nicht vor, auch nicht in den Summen.
  • Nicht jedes Protokoll ist auf jeder Chain vertreten, und nicht jede Funktion steht für jeden Vault zur Verfügung; die Anteilspreis-Historie hängt daran, was die jeweilige Quelle ausliefert.
  • Historische Daten sind so vollständig wie das, was die Quellen hergeben. Der Abschnitt „Wenn die Historie nicht reicht“ beschreibt, was in dem Fall geschieht.
  • Erwartet wird eine EVM-Adresse aus 0x und 40 Hex-Zeichen. ENS-Namen werden nicht aufgelöst.
  • Eine rekonstruierte Vergangenheit ist keine Aussage über die Zukunft. Hochrechnungen auf den Auswertungsseiten sind als solche gekennzeichnet und keine Zusage.
  • Vaultonaut ist ein Analysewerkzeug und liest ausschließlich. Es verwahrt nichts, signiert nichts und kann nichts bewegen.
  • Keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung. Der Steuerreport bereitet Zahlen nach österreichischem Recht auf; ob und wie sie in deiner Erklärung anzusetzen sind, beurteilt deine Steuerberatung. Ergänzend gelten die Nutzungsbedingungen.

Stand: 30. September 2026